Der Bärlauch - erstes Wildkraut nach dem Winter

Wer kennt es nicht ? Bei einem Spaziergang im Wald schwirrt einem plötzlich ein Hauch von Knoblauch in die Nase. Hierbei handelt es sich um Bärlauch, eine wunderbare Alternative zu Knoblauch, mit vielen tollen Eigenschaften !

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Bärlauch
Herkunft und Merkmale

Seinen Ursprung hat der Bärlauch in Europa und dieser zieht sich weit bis nach Nordasien. Dieses Wildkraut ist sehr ausbreitungsfähig und benötigt lediglich ein feuchtes, schattiges Plätzchen in der Natur um zu wachsen. Besonders häufig findet man Bärlauch an Flüssen, Bächen oder in Wäldern. Bei uns wächst wilder Bärlauch beispielsweise im Garten. 😀 

Besonders wichtig ist zu wissen ist, das sich der Bärlauch und das Maiglöckchen (stark giftig) zum Verwechseln ähnlich sehen. Hier empfiehlt es sich ein Blatt zwischen den Fingern zu reiben und daran zu riechen. Habt ihr einen Knoblauchartigen Duft in der Nase ist es garantiert Bärlauch. Außerdem sind die Blätter des Bärlauchs matt, während die Blätter von Maiglöckchen glänzend sind. Auch in der Blühte lassen sich die beiden gut unterscheiden. Während sich die Bärlauch Blute sternförmig ausbildet, finden wir bei der Maiglöckchen Blüte eine, wie es der Name schon vermuten lässt, Blüte in Glockenform vor.

Von März bis Mai kann man die jungen, aromatischen Blätter genießen. Sobald die Pflanze zu blühen beginnt, verlieren die Blätter allerdings an Aroma. Auch die jungen Knospen sind lecker und lassen sich wunderbar als Kapern einlegen !

Inhaltsstoffe und Wirkung

Bärlauch zählt in Europa zu eine der ältesten Heilpflanzen. Besonders als hochwertige Vitalstoffquelle bekannt, übertrifft Bärlauch beispielsweise eine Orange, im Vitamin C Gehalt um das Dreifache. Bärlauch hat zudem eine entzündungshemmende Wirkung auf unseren Körper. Darüber hinaus weist dieser eine ähnliche Wirkung wie Knoblauch auf und reinigt beispielsweise unsere Blutgefäße. 
Es gibt Legenden in denen es heißt, das Bären nach dem Winterschlaf größere Mengen Bärlauch verspeisen um schnell zu Kräften zu kommen. Da scheint was dran zu sein, denn Bärlauch stärkt tatsächlich unseren Stoffwechsel und regt diesen an. Ideal also wenn die erste Frühjahrsmüdigkeit aufkommt… 😀

Bärlauch
Verwendung in der Küche
  • als Tinktur
  • als Gewürzkraut, frisch verwendet
  • in einem Salat und vieles mehr . . .
Anpflanzen und Haltbarkeit

Im Handel gibt es Pflanzen zu kaufen, welche den Vorteil haben, dass ihr schneller zu Erträgen kommt. Als Saatgut gepflanzt kann es bis zu zwei Jahre dauern bis sich ein kleines Pflänzchen bildet. Da liegt es also ganz an euch, wie schnell ihr euren eigenen Bärlauch haben wollt. 😉

Bärlauch gedeiht am besten in einem leicht feuchten, kalkhaltigen Boden. Wichtig ist das er im Halbschatten angepflanzt wird. Bedenkt bitte auch, dass Bärlauch sich gerne ausbreitet, daher sucht euch ein Plätzchen wo das für euch kein Problem ist.

Ansonsten ist Bärlauch recht pflegearm. Wir gießen unseren Bärlauch wirklich nur dann, wenn es sehr trocken ist. Im Herbst lassen wir dort auch das Laub liegen. Das ist praktisch natürlicher Dünger und der Bärlauch hat’s wie er s gerne hat, halbschattig und ist wintergeschützt. 😀

Im Kühlschrank hält sich frisch gepflückter Bärlauch um die 3 bis 4 Tage. Dazu einfach den Bärlauch gründlich waschen und abgetrocknet in ein Küchenpapier locker einschlagen.
Solltet ihr euch nun denken, na was ist denn mit getrocknetem Bärlauch? Ja, das geht natürlich, jedoch verliert der Bärlauch dann sehr viele Geschmacks- und Aromastoffe. 🙁
Als Alternative würde ich euch empfehlen, diesen einzufrieren.
Ihr entfernt dazu zuerst die Stiele, wascht die Blätter gründlich und hackt diese anschließend klein.
Nun könnt ihr den klein gehackten Bärlauch in Gefrierbeutel abfüllen und einfrieren. Dadurch ist der Bärlauch über mehrere Monate haltbar 🙂

Bärlauch

Die Informationen wurden nach bestem Wissen zusammengetragen sind jedoch ausschließlich als Empfehlung zu betrachten.