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Saurer Hase, Hasenbraten

Ihr wollt´s was Außergewöhnliches? Für einen Feiertag oder einfach einen besonderen Tag? Wie wärs mit einem Hasenbraten! Braucht ein wenig Vorbereitungszeit, doch die Mühe lohnt sich auf jeden Fall! Traut euch einfach mal und macht´s was Neues!
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Vorbereitungszeit 1 Std.
Zubereitungszeit 2 Stdn. 30 Min.
Einlegezeit des Hasen 7 d
Gericht Hauptgericht
Land & Region Deutsch
Portionen 4 Personen
Kalorien 456 kcal

Zutaten
  

für die Beize:

  • 1 Hasen (ca. 1,7 kg) (man kann ihn auch bereits zerteilen lassen beim Metzger)
  • 0,5 L Rotwein
  • 0,5 L Wasser
  • 0,25 L Essig (Rotweinessig, oder den, den ihr Zuhause habt´s...)
  • 1 Karotte
  • 100 Gramm Knollensellerie (Ca. Angabe, wenn es ein wenig mehr oder weniger ist, auch net schlimm :D)
  • 1 Schalotte
  • 2 Knoblauchzehen
  • versch. Wurzelgemüse Wenn ihr noch anderes Wurzelgemüse im Kühlschrank habt´s, dann könnt ihr das natürlich auch rein machen. Karotte, Knollensellerie sowie Schalotten/Zwiebeln und Knoblauch sind so die Grundsachen die ich immer in die Beize mache.
  • 2 Stay Spiced ! Lorbeerblätter
  • 1 TL Stay Spiced ! Wacholderbeeren ganz (italienische Riesen)
  • 1 TL Stay Spiced ! Pimentkörner ganz
  • 2 TL Stay Spiced ! Senfkörner goldgelb
  • 4 Stay Spiced ! Nelken ganz
  • 1 TL Stay Spiced ! Pfeffer ganz (z.B. bunter Pfeffer & rosa Beeren)

Zum Braten

  • 1 EL Butter
  • ein wenig Beize (abgeseiht, ca. 200 ml aber das einfach auch nach Geschmack. Wer es gerne säuerlicher hat, gerne mehr.)
  • 350 ml Gemüsefond
  • 1 L Wasser
  • 1 Karotte
  • 100 Gramm Knollensellerie (circa.)
  • 1 Schalotte
  • 2 Knoblauchzehen

Für die Soße:

  • etwas Stärke bzw. Soßenbinder
  • 1-2 TL Schmand
  • eine Prise Stay Spiced ! Meersalz
  • eine Prise Stay Spiced ! Schwarzes Gold

Anleitungen
 

Zuerst wird der Hase für 5-7 Tage in der Beize eingelegt.

  • Den Hasen zerteilen, an den Gelenken die Läufe vom Rumpf trennen, beim Rippenansatz seitlichen zu den untersten Rippen einschneiden und dann durch drehen, den oberen Rumpf vom unteren mit dem Bauchlappen trennen. Den Kopf kann man auch durch einschneiden am Genick und leichtes drehen entfernen. (Dieser Schritt fällt weg, wenn man den Hasen bereits zerteilt vom Metzger mitnimmt.)
  • Das Fleisch gründlich abspülen und trocken tupfen. Dann in eine verschließbare Form schichten, zwischen drin die Gewürze und das grob geschnittene Gemüse mit reinlegen. Den Knoblauch schäle ich und drücke dann mit der flachen Seite des Messers auf ihn, bis er angeknackt ist, dann schneide ich große Zehen noch entzwei, kleine kann man auch ganz zugeben.
  • Anschließend stelle ich die Beize her in dem ich die drei Flüssigkeiten miteinander vermische und vorsichtig über das Fleisch, das Gemüse und die Gewürze gieße.
  • Dann kommt der Deckel auf das Ganze und der Hase für 5-7 Tage in Keller oder wenn man einen großen Kühlschrank hat auch in den Kühlschrank.
  • Falls die Beize das Fleisch nicht komplett bedeckt, sollte man immer mal wieder die oberen Fleischstücke ein wenig wenden, so dass alles gut ein gebeizt wird.
  • Nach der Woche die Fleischstücke aus der Beize nehmen und sanft mit Wasser abspülen, anschließend trocken tupfen.

Dann kommt das Braten ;)

  • Den Ofen vorheizen auf 180 Grad Ober/Unterhitze (160 °C Umluft).
  • In einem großen Bräter die Fleischstücke nacheinander in der Butter gut von allen Seiten anbraten.
  • Das Gemüse grob schneiden, (die Karotte und der Knollensellerie muss man nicht unbedingt schälen, wenn man weiß wo das Zeug herkommt oder man Bio Gemüse genommen hat), den Knoblauch andrücken und die Gewürze aus der Beize wieder zugeben (wenn man lieber frische Gewürze nehmen möchte kann man auch die gleiche Gewürzmischung wie oben, wieder frisch dazugeben).
  • Das Gemüse mit dem Fleisch ein wenig anrösten, bevor man es mit der Beize ablöschen kann. Und dann noch den Bratensatz mit einem Kochlöffel vom Boden lösen.
  • Dann mit dem Fond und Wasser und je nach Geschmack auch noch mit ein wenig Beize auffüllen, bis das Fleisch bedeckt ist.
  • Anschließend kommt der Deckel drauf und der Bräter in den vorgeheizten Backofen (180 °C Ober/Unterhitze) für ca. 1 Stunde.
  • Nach der Stunde sollte man mal nach dem Fleisch schauen, je nach Größe des Hasen kann es allerdings noch ca. ½ Stunde dauern bis es so zart ist das es sich ganz leicht vom Knochen lösen lässt. Ich nehme immer einen Hinterlauf und schaue dort ob es zart genug ist, da dieser der das dickste Stück Fleisch vom Hasen ist. Wenn man auf Nummer sicher gehen möchte kann man auch einfach mit einem Bratenthermometer die Kerntemperatur messen, diese sollte bei 70 °C liegen, dann ist der Hase gar.
  • Nun können die Fleischstücke aus dem Bräter genommen werden und im ausgeschalteten Ofen noch ein wenig warmgehalten werden, während man die Soße finalisiert.
  • Ich schöpfe immer ein wenig von der Flüssigkeit die nun im Bräter ist ab, sieb die Gewürze und das Gemüse raus und fülle es in einen kleinen Topf. Hier kann man dann mit Stärke oder Soßenbinder die Flüssigkeit auf die gewünschte Sämigkeit binden und mit ein wenig Schmand abrunden. Dann noch mit Pfeffer und Salz abschmecken.

Notizen

Perfekt zu diesem Hasenbraten passen Spätzle, Semmelknödel oder Brezenknödel. Wer viel Hunger hat, oder eine große Familie :D kann noch verschiedenes Gemüse dazu reichen wie gegarten Spargel, Rotkohl oder gebratene Pilze.
Kaninchen und Hasen werden in der industriellen Fleischproduktion immer noch sehr schlecht gehalten, informiert euch am Besten wo das Fleisch herkommt welches ihr essen möchtet, außer ihr könnt es mit eurem Gewissen vereinbaren. Ich persönlich besorge es mit beim Metzger meines Vertrauens, hier weiß ich, dass das Fleisch aus der Gegend kommt und es artgerecht gehalten wurde. Auch wenn es ihnen vermutlich nicht so gut geht wie damals bei meinem Opa.
Natürlich braucht man für dieses Rezept nicht immer einen ganzen Hasen, man kann es auch mit nur ein paar Hasenteilen machen, dazu müsste man natürlich die Menge der Beize verringern, man braucht nur so viel, dass das Fleisch bedeckt ist. Ich benutze gerne so viel vom Tier wie ich kann und deswegen landet es bei mir immer komplett im Bräter.
Die Soße schmeckt durch die Wein-Essig-Beize sehr säuerlich, was man durch den Schmand zwar abrunden kann, falls es einem allerdings nicht schmeckt, müsste man entweder die Beize weglassen im Bräter oder eine extra Bratensoße herstellen.
  • Die Nährwerttabelle entspricht einer Portion und ist daher nur als ungefährer Richtwert zu betrachten ! 

Nährwerttabelle

Kalorien: 456kcal (23%)Kohlenhydrate: 15g (5%)Eiweiß: 56g (112%)Fett: 6g (9%)Gesättigte Fettsäuren: 2g (13%)Cholesterin: 203mg (68%)Natrium: 575mg (25%)Kalium: 1407mg (40%)Ballaststoffe: 2g (8%)Zucker: 5g (6%)Vitamin A: 5293IU (106%)Vitamin C: 8mg (10%)Kalzium: 97mg (10%)Eisen: 9mg (50%)
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